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Finaaaaale, ohoooo!

Tatsächlich geht mein kleiner Welttrip in wenigen Tagen bereits zu Ende. In Neuseelands bel(i)ebtester Stadt: Auckland.

Nicht nur das Geld rennt davon, auch die Zeit: Fast fünf Monate sind vergangen, seit ich in den Flieger nach Bangkok gestiegen bin.

In einer Millionenstadt hat meine Reise begonnen, in einer anderen hört sie auf. Wobei man Auckland nicht anmerkt, dass hier rund 1,4 Millionen Menschen zu Hause sind. Das habe ich erst gesehen, als ich die Stadt wieder verlassen habe: Im Süden war ich zum Beispiel wandern auf dem Mount Eden. Von dort aus hat man eine super Sicht über die ganze Stadt.

Im Norden von Auckland liegen einige Inseln: Zum Beispiel der inaktive Vulkan Rangitoto. Auch von dort oben hat man einen wahnsinnigen Blick auf die Skyline der Stadt. Und einen spannenden Hike: Vorbei an Vulkangestein, durch Lava-Höhlen bis hinauf auf die Spitze.

Innerhalb der einzigen Millionenstadt Neuseelands geht es eher ruhig zu: Denn Hektik und Großstadtstress sind hier am anderen Ende der Welt (glücklicherweise) noch nicht angekommen.

Viele Geschäfte in Auckland schließen wochentags um 18 Uhr, Arbeiter in feinen Anzügen sieht man kaum – viel eher sind sie im Freizeitlook mit Flip-Flops unterwegs oder gleich barfuß.

In Auckland hupt kein Autofahrer neben dir weil der Verkehr zu langsam voran geht. Es rempelt dich kein Fußgänger an weil er unbedingt diesen einen Bus bekommen möchte. Es grummelt dich auch niemand verärgert an, wenn er an dir vorbei geht.

Diese ganz besondere, herzliche und offene Art hat mir in Neuseeland und auch in Australien ganz besonders gut getan. Denn sind wir mal ehrlich: Wir Deutschen sind nicht durch unsere offene Art bekannt! 😉 Mich inbegriffen: Auch ich schaue in einem voll besetzten Fahrstuhl lieber nach unten auf den Boden. Auch ich besetze den Platz neben mir im Bus lieber mit meiner Tasche. Auch ich laufe einen großen Bogen um Fremde, die mir etwas andrehen wollen.

Wer noch? 😉

In Neuseeland und auf meiner gesamten Reise habe ich gelernt Fremden offen gegenüber zu treten. Jede Begegnung war spannend, auch wenn sie noch so kurz war – wie hier in Thailand, als mich dieser nette Tauchlehrer samt Backpack auf seinem Roller mitgenommen hat.

Auch in Australien hat mich u.a. mal eine Frau an der Ampel angesprochen. Sie sagte mir ihr gefalle der Geruch meines Parfüms. Wir haben uns nur kurz unterhalten, bis wir die andere Straßenseite erreicht hatten. Ein anderes Mal hat mich ein Mann beim Einkaufen in Neuseeland angesprochen. Er fand es lustig, dass ich auf den Zehenspitzen an der Kühltruhe stehe. Von da an sind wir gemeinsam mit unseren Einkaufswägen durch die Gänge geschlendert.

Jetzt könnt ihr euch vorstellen, dass es ziemlich einfach war diese Aufgabe zu erfüllen: „Befreunde dich in einem öffentlichen Verkehrsmittel mit einem fremden Einheimischen“. Ich bin sehr oft mit locals ins Gespräch gekommen. Doch nur einmal ist dabei ein Bild entstanden: Mit der netten Dame im Partnerlook! 😉

Abschied nehmen von meiner Reise bedeutet für mich gleichzeitig auch Abschied nehmen von meiner längsten Reisegefährtin: Alica.

Zwei Monate waren wir immer wieder gemeinsam auf derselben Route unterwegs – das musste mit einem Essen in einem fast richtigen Restaurant gefeiert werden. So viel die Travelkasse halt hergibt! 😉

Für Alica geht es weiter nach Südamerika und in die USA. Ab nächster Woche schaue dann auch ich neidisch aus dem kalten Deutschland auf ihre Reisefotos. 😉

Save travels, buddy!

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