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Mein Leben nach der Weltreise

Im September 2016 bin ich in den Flieger gestiegen. Nicht, weil ich Deutschland nicht mag. Sondern, weil tief in mir schon immer dieser Traum geschlummert hat:

Ich wollte noch mehr von der Welt sehen

Ich war neugierig darauf, wie die Menschen im noch ganz jungen Neuseeland leben. Darauf, wie der Alttag der vielen Gläubigen in Asien aussieht. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt auf einem aktiven Vulkan zu stehen, im Great Barrier Reef zu tauchen und auf der beliebten Urlaubsinsel Bali am Strand zu liegen.

Vor allem aber wollte ich noch mehr über mich selbst herausfinden

Schaffe ich es mehrere Monate lang alleine durch die Welt zu reisen? Wie reagiert mein Körper auf das fremde Klima und die anderen Essgewohnheiten? Wie gehe ich mit den fremden Menschen um und ihren ganz eigenen Kulturen? Und vor allem: Wie schaffe ich Mathe-Genie den Umgang mit den vielen verschiedenen Währungen im Ausland? 😉

Ich habe alle Sicherheiten zu Hause gelassen und meine Gewohnheiten abgelegt

Ich habe mich voll und ganz auf Neues eingelassen und meine so genannte „comfort-zone“ verlassen. Manche nennen es „mutig“, andere „verrückt“. Für mich war es die bisher beste Erfahrung in meinem Leben.

Jetzt beginnt ein neues Kapitel: Die Zeit nach der Weltreise

„Was passiert nach einer solchen Weltreise?“, „Womit wirst du dein Geld verdienen?“, „Wo wirst du wohnen?“, …

Diese Fragen wurden mir schon während meiner Reise oft gestellt. Wir Deutschen lieben die Sicherheit. Wir zahlen schon mit 20 in die Rentenkasse ein, versichern unsere Fahrräder und gehen zu diversen Vorsorgeuntersuchungen. Diese Eigenschaften lege natürlich auch ich nicht einfach so ab. Aber ich bin deutlich entspannter geworden.

Ich habe zwar vor meiner Reise meinen Arbeitsvertrag und meine Wohnung gekündigt. Ich besitze im Moment nur noch wenige Kartons und habe keinen eigenen Wohnsitz. Doch ich sehe das Ganze positiv.

Ich sitze derzeit vor einem unbeschriebenen Blatt. Und ich allein kann entscheiden wie die Geschichte weiter geht.

Dafür beschäftige ich mich im Moment ganz besonders mit diesen Fragen: Welche Dinge machen mich eigentlich glücklich? Was für ein Leben wünsche ich mir – beruflich und privat?

Und das zu beantworten ist gar nicht so einfach. Denn vieles, was uns glücklich macht, haben wir vor lauter Erwachsensein vergessen. Anders ist es bei den Kleinen:

Als Kind nehmen wir uns automatisch alles, was uns glücklich macht

Zum Beispiel die Uniform des großen Bruders, der bei der Freiwilligen Feuerwehr hilft 😉

Aber je älter wir werden, desto schwerer fällt es uns zu wissen, was wir wollen UND es uns zu nehmen. Wie ist es bei Dir?

Erinnerst Du Dich daran, was Du als Kind gerne gemacht hast?

Und hat das, woran Du jetzt denkst, auch heute noch einen Platz in Deinem Leben?

Ich war gerne von vielen Kindern in meinem Alter umgeben, wir haben viel draußen gespielt – ja, das hat man tatsächlich noch gemacht in der Zeit bevor es Smartphones und Laptops gab! 😉 Ich habe die Hälfte meiner Kindheit beim Handball in Sporthallen verbracht, an den Geruch erinnere ich mich ganz genau. Ich habe Instrumente gespielt, habe im Chor gesungen und war in einer Theatergruppe.

Ich habe viel Musik gehört und sogar eigene Lieder geschrieben. Ich erinnere mich auch daran Spaß an Handarbeiten wie Seidenmalerei gehabt zu haben.

All diese Dinge hatten in den vergangenen zehn Jahren jedoch keinen Platz in meinem Leben. Es fehlte einfach die Zeit.

Wann hast Du zuletzt eines der Dinge gemacht, die Dich richtig glücklich machen?

Nimm Dir ruhig mal die Zeit darüber nachzudenken. Erinnere Dich zurück an deine Kindheit, an deine Hobbies und Deine Träume. Manchmal erinnerst Du Dich an Details, die Du längst vergessen hast.

Ich nehme Dich gerne mit auf diesem spannenden Weg nach meiner Weltreise und freue mich, wenn Du mich in den kommenden Wochen begleitest.

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