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Lissabon in 3 Tagen erleben

Natürlich könntet Ihr in Lissabon ohne Probleme mehrere Wochen bleiben und würdet immer noch Neues entdecken. 

Die Stadt ist aber auch perfekt für einen Kurztrip geeignet! Mit diesen 11 Tipps bekommt Ihr einen schönen ersten Eindruck von Lissabon:

MUST SEE

  • Das älteste Stadtviertel Alfama
  • Die Burg Castelo de São Jorge
  • Die historische Straßenbahn 28
  • Sonnenuntergang am Handelsplatz Praça do Comércio
  • Die Hängebrücke Ponte 25 de Abril
  • Die Christusstatue Cristo Rei in Almada
  • Frisch gegrillter Fisch am Hafen von Almada
  • Unbedingt probieren: Pastéis de Nata
  • Die leckersten Restaurants in Lissabon
  • Die geheimnisvollste Rooftopbar in Lissabon
  • Das beste Hostel in Lissabon

Auch wenn das sonnig warme Wetter in Portugal nach Flip-Flops und Sandalen schreit, solltet Ihr für die unbefestigten Gassen von Lissabon unbedingt feste Schuhe mitnehmen. Die Stadt lässt sich nämlich am besten zu Fuß erkunden.

1. Das älteste Stadtviertel Alfama

Startet Euren ersten Tag in Lissabon mit einem gemütlichen Spaziergang durch den ältesten Stadtteil Lissabons: Alfama. Viele Hostels bieten täglich Führungen an. Gegen eine freiwillige Spende bekommt Ihr von Einheimischen einen einmaligen Einblick in die Geschichte Lissabons. Ihr könnt das zentral gelegene Viertel aber auch problemlos alleine erkunden: Lasst Euch einfach treiben und genießt die ganz besondere Atmosphäre in Lissabon.

2. Die Burg Castelo de São Jorge

Während Eures Rundgangs durch Lissabon kommt Ihr an diesem Highlight vorbei: An der imposanten Burg Castelo de São Jorge. Lissabon ist auf sieben Hügeln gebaut, spätestens auf dem Weg zur Burg bekommt Ihr das zu spüren! Tuk-Tuks ersparen Euch die vielen Stufen.

Mein Tipp: So lange Euch Eure jungen Beine noch tragen empfehle ich Euch, Euch zu Fuß durch die engen, bunt geschmückten Gassen zu schlängeln, vorbei an kreativ bemalten Hauswänden und urigen Läden.

Ihr werdet die Anstrengung nicht bereuen! 🙂

Der Rundgang über das Burggelände dauert maximal 2 Stunden und kostet 8 Euro pro Person. Vor allem vormittags steht Ihr vor dem Ticketschalter lange an, also geht am besten früh morgens hin oder erst am Nachmittag. Wenn Ihr Euch für die Geschichte der Burg interessiert, die 1755 beim schlimmen Erdbeben fast komplett zerstört wurde, kommt Ihr bei der Führung voll auf Eure kosten. Wer nur den Ausblick über Lissabon genießen will, kann auch ganz in der Nähe kostenlos ein paar tolle Eindrücke und Fotos abstauben: In dem Restaurant und Café „ZamBeZe“.

3. Die historische Straßenbahn 28

Nichts prägt das Stadtbild von Lissabon mehr als die Straßenbahnen. Dementsprechend voll sind die Bahnen natürlich auch!

Mein Tipp: Neben der historischen Straßenbahnlinie 28 fahren auch die Linien 12, 15, 18 und 25 für kleines Geld schöne Strecken durch die Innenstadt ab. Wenn die Bahn kommt, deutliche Handzeichen geben. Gezahlt wird beim Fahrer, wenn Ihr vorne einsteigt.

Und dann geht´s auch schon los: Unbedingt gut festhalten! 🙂

4. Sonnenuntergang am Handelsplatz Praça do Comércio

Als Küstenkind zieht es mich immer Richtung Wasser, wenn ich reise. Deshalb empfehle ich Euch unbedingt einen Sonnenuntergang am Paça do Comércio, dem alten Handelsplatz am Hafen von Lissabon. 

Dort legen die großen Kreuzfahrtschiffe an und einheimische Musiker und Straßenkünstler zeigen, was sie drauf haben. Eine wirklich einmalige Atmosphäre und gar nicht so überlaufen für diesen offensichtlichen Top Spot.

Hier habt Ihr auch einen einmaligen Blick auf das große Aushängeschild Lissabons: Die Hängebrücke Ponte 25 de Abril.

5. Die Hängebrücke Ponte 25 de Abril

Die Brücke des 25. Aprils, wie sie übersetzt heißt, ist die drittlängste Hängebrücke der Welt, auf der Autos und Züge fahren können. Die Einheimischen nennen die Brücke einfach nur Ponte.

Für uns Touristen sieht die knallrote Brücke im ersten Moment aus wie die Golden Gate Bridge in San Francisco.

Wer sich aber genauer die zwei großen Stützen anguckt, die die Brücke halten, findet den offensichtlichsten Unterschied: An den Stützen der Golden Gate Bridge wurden vier horizontale Balken verbaut, an der Ponte in Lissabon liegen die Balken über Kreuz. Die Ponte 25 de Abril verbindet Lissabon mit der Stadt Almada auf der anderen Seite des Flusses Tejo.

6. Die Christusstatue in Almada

Euren zweiten Tag in Lissabon könnt Ihr für einen Tagestrip nach Almada nutzen, die Stadt direkt auf der anderen Seite des Flusses Tejo. Von hier aus habt Ihr einen tollen Blick auf Lissabon und die Ponte 25 de Abril.

Aber nicht nur deshalb lohnt sich ein Tagestrip nach Almada, sondern vor allem wegen der Statue Cristo Rei. Nanu?? Die sieht ja aus, wie die Christusstatue in Rio!?

Stimmt! 🙂 Im Gegensatz zur Ponte ist die Statue in Almada tatsächlich ist eine Nachbildung der berühmten Christusstatue in Rio de Janeiro. Cristo Rei gehört zu den sieben höchsten Christusstatuen der Welt. Während Eures Tagestrips nach Almada bekommt Ihr also eine Reise in die USA und nach Brasilien gratis! 🙂

So kommt Ihr nach Almada

Viele Schiffsunternehmen bieten Rundtouren auf dem Tejo und einzelne Überfahrten nach Almada an, die aber total überteuert sind.

Mein Tipp: Vom Bahnhof Cais do Sodré in Lissabon könnt ihr mit den typisch orangefarbenen Fährschiffen Cacilheiros von Lissabon zum Anleger Cacilhas in Almada fahren. Die Fähren fahren ungefähr alle 20 Minuten und kosten Euch mit einer Aufladekarte Viva Viagem insgesamt etwa 3 Euro für beide Strecken. Die Überfahrt dauert nur kurze zehn Minuten.

Während der Fahrt mit der Fähre habt Ihr einen tollen Blick auf die Hängebrücke Ponte 25 de Abril.

Angekommen am anderen Ufer könnt Ihr mit dem Bus 101 direkt zur Christusstatue fahren. Oder: Ihr macht es wie ich und lauft am Ufer des Tejo entlang. Für die Strecke braucht Ihr etwa eine halbe Stunde, sie führt Euch an tollen Restaurants wie dem Ponto Final vorbei mit wunderschönen Ausblicken auf die Hängebrücke.

Am Cristo Rei steht Ihr dann vor der schwierigen Frage, ob sich die 6 Euro Eintritt auf die Statue lohnen – vor allem, wenn Ihr wie ich immer mit wenig Budget unterwegs seid.

Mein Tipp: JA! Macht es unbedingt. Der Ausblick von der Statue auf Lissabon und den Tejo ist einzigartig und das Geld gut investiert. Auf dem Rückweg empfehle ich Euch durch die Stadt Almada zurück zur Anlegestelle zu laufen. Im Gegensatz zu Lissabon ist Almada deutlich weniger touristisch und gibt Euch einen Einblick ins normale Leben in Portugals Straßen.

7. Frisch gegrillter Fisch am Hafen von Almada

Wenn Ihr in Almada seid, empfehle ich Euch vor der Rückfahrt nach Lissabon im Escondidinho de Cacilhas zu essen. Das kleine, typisch portugiesische Restaurant liegt direkt am Fähranleger. Eure Englischkenntnisse helfen Euch hier allerdings nicht weiter: Die Besitzer sprechen nur portugiesisch, sind aber total aufgeschlossen, sympathisch und lieb. Mit Gestik und Fingertippen auf der Speisekarte hat hier noch jeder sein Essen bekommen und die Mühe lohnt sich: Die frisch gegrillten Fische und Gemüsesorten sind der Wahnsinn!

8. Unbedingt probieren: Pastéis de Nata

Einheimisches Essen zu probieren ist ein Muss auf jeder Reise, wenn Ihr mich fragt. In Portugal steht frischer Fisch in allen Variationen ganz oben auf den Speisekarten. Das ist lecker aber für viele von uns Europäern nicht außergewöhnlich. Anders ist es mit Süßspeisen in Portugal: Da könnt Ihr Euch durch die Regale probieren bis Euch schlecht wird! 🙂

Ganz besonders lecker finde ich die Pastéis de Nata – das sind Blätterteigtaschen mit Pudding gefüllt. Ihr bekommt sie an jeder Ecke für ein paar Cent hinterher geschmissen. An touristischen Hot Spots kosten sie aber auch gern mal bis zu 3 Euro. Vorsicht: Suchtgefahr! 🙂

9. Die leckersten Restaurants in Lissabon

Wenn wir schon beim Thema Essen sind möchte ich Euch ein ganz besonderes Restaurant empfehlen: Das Casa da India. Der Name klingt nach asiatischem Essen, der Eindruck trügt aber: Hier bekommt Ihr nicht nur die beste portugiesische Küche sondern auch die typische portugiesische Atmosphäre!

Das Casa da India ist immer brechend voll, es ist eng, laut und heiß in dem kleinen Restaurant. Lasst Euch vom chaotischen ersten Eindruck und von der langen Schlange vor der Tür nicht abschrecken. Das Warten lohnt sich! Denn wenn Ihr Euch an einen der begehrten Tische gequetscht habt, werdet Ihr mit frisch gegrillten Köstlichkeiten verwöhnt!

Mein Tipp: Die Kellner vertrödeln in dem Chaos gern Bestellungen. Vergesst Euer anständiges, deutsches Benehmen und sprecht sie ruhig darauf an bevor Ihr zu lange auf Euer Essen wartet.

Wenn Ihr lieber etwas mehr Platz zum Essen habt, empfehle ich Euch die große Markthalle Time Out Market. Die Halle befindet sich direkt neben dem Bahnhof Cais do Sodré und ist jeden Tag von 10 Uhr bis mindestens Mitternacht geöffnet. Hier bekommt Ihr alle portugiesischen Köstlichkeiten an einem einzigen Ort. Perfekt! 🙂

10. Die geheimnisvollste Rooftopbar in Lissabon

Okay, ich bin ganz ehrlich zu Euch: Mittlerweile ist diese Rooftopbar Park kein Geheimtipp mehr. Die Empfehlung könnt Ihr in jedem Reiseblog lesen – zu Recht! Aber die Location hat nach wie vor etwas ziemlich geheimnisvolles: Die Bar liegt nämlich ziemlich versteckt auf einem Parkhaus! 🙂 Ohne eine Empfehlung wie diese und eine Wegbeschreibung würde sie Euch wahrscheinlich niemals auffallen.

Weil ich besonders lieb bin und meine schönsten Reiseerlebnisse gerne mit Euch teile, hier die Adresse: Calcada do Combro 58. Wenn Ihr das Parkhaus gefunden habt, lauft Ihr in der Seitenstraße über die Einfahrt für die Autos ins Parkhaus und findet auf der linken Seite den Fahrstuhl. Ab hier ist es einfach: Einsteigen, das höchste Parkdeck auswählen und der Musik folgen! 🙂

11. Das beste Hostel in Lissabon

Da ich selbst auch immer davon profitiere, wenn Ihr und andere Backpacker die Hostels bewerten, empfehle ich Euch gerne meine Unterkunft in Lissabon weiter: Denn hier habt Ihr nicht nur eine tolle Atmosphäre und saubere Zimmer sondern vor allem PANCAKES! 🙂

Frühstück for free – jeder, der mit wenig Geld um die Welt reist weiß, was das für ein Luxus ist. Im Living Lounge Hostel gibt es jeden Morgen frische Pancakes und Brötchen für Euch. Auch abends könnt Ihr beim gemeinsamen Essen (Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch für 10 €) gemütlich zusammen sitzen oder bei der großartigen Tour durch das typische Nachtleben in Lissabons Pubs mitmachen. Im Hostel könnt Ihr Euch auch Fahrräder leihen.

Tolle Atmosphäre, nette Mitarbeiter, super Aktionen – für mich die beste Unterkunft in Lissabon.

Haben Euch meine Tipps geholfen?

Bei meinen Reisen um die Welt gebe ich meine schönsten Erlebnisse und natürlich auch meine schlechten Erfahrungen gerne an Euch weiter. Mit Eurem Feedback helft Ihr mir dabei, noch besser zu werden! Also raus damit! 🙂

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