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Am anderen Ende der Welt

Vor einem Monat bin ich ganz im Süden Neuseelands gelandet. Seitdem habe ich mich bis in den hohen Norden vorgearbeitet: Nach Northland. Für mich einer der schönsten Flecken auf der sonst eher schlichten Nordinsel.

Auf der wohnen übrigens etwa 75 Prozent der rund 4 Millionen Kiwis. Dagegen lebt auf der viel größeren Südinsel die restliche Bevölkerung. Der Süden ist durch diese endlose Weite natürlich landschaftlich viel schöner, finde ich: Mit all den grünen Wiesen, Fjorden, Bergen und Gletschern.

Das Faszinierendste auf der Nordinsel sind die vielen Vulkanlandschaften und das Northland, das ich im Moment bereise. Hier stehen u.a. die größten Bäume Neuseelands: Die Kauri-Bäume. Sie wachsen bis zu 50 Meter hoch und sind auch gerne mal über 2000 Jahre alt. (Ja, ich habe dem Guide bei meiner Tour gut zugehört) 😉

Noch ein Highlight in der Region: Der Ninety Mile Beach. Der Strand ist allerdings gar nicht 90 Meilen lang, sondern nur 55. Da war ein Mathematiker wie ich am Werk! 😉

Angeblich ist der Namensgeber den Strand drei Tage lang abgelaufen und war sich sicher, er sei jeden Tag 30 Meilen gelaufen. Faktisch muss der Strand 90 Meilen lang sein.

„Folgerichtig“ hätte mein Mathelehrer dieses falsche Ergebnis genannt. (Das stand übrigens sehr oft in meinen Arbeiten …)

Der 90 Miles Beach in Neuseeland ist genau wie Fraser Island in Australien. Aufmerksame Leserinnen und Leser unter euch erinnern sich vielleicht: Beide Strände sind offiziell zugelassene Highways. Zwar sollte man hier nur bei Ebbe lang düsen und am besten nicht mit dem alten Polo von Opa – aber wenn man den passenden Unterbau dabei hat macht es riesig Spaß! 😉

Am Ende des 90 Miles Beaches liegt der nordöstlichste Punkt Neuseelands: Das Cape Reinga. Für die Maoris ist das ein ganz besonderer Ort. Sie glauben daran, dass die Seelen der Toten von hier aus ihre Reise in die Unterwelt antreten.

Am Cape Reinga kann man aber noch eine Besonderheit beobachten: Hier treffen die Tasmanische See und der Pazifische Ozean aufeinander. Das kann man auch im Wasser sehen:

Schön endlich angekommen zu sein, am anderen Ende der Welt.

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