Du bist, was du isst: Die asiatische Küche

Nach sechs Wochen in Thailand, Kambodscha und Malaysia bin ich mittlerweile richtig in Asien angekommen. Aber mein Magen irgendwie noch nicht! 😉 Denn die reale asiatische Küche hat nichts mit dem zu tun, was wir in Deutschland aufgetischt bekommen, wenn wir chinesisch, thailändisch oder indisch essen gehen.

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Ich habe die Speisekarten in allen drei Ländern rauf und runter bestellt und alle regionalen Spezialitäten gerne probiert. Vieles ist auch wirklich sehr lecker! Anderes eher nicht so, wie zum Beispiel Durian. Eine typisch asiatische Frucht, die in unseren Breitengraden auch Stinkfrucht genannt wird. Sie stinkt wirklich abartig und hat mir auch nicht gut geschmeckt. Sehr zur Freude der Einheimischen, die ihren Spaß daran hatten, Fotos von mir zu schießen. Es dauert Stunden bis dieser Geschmack wieder weg ist …

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In Asien gibt es an jeder Straßenecke frische Früchte, Suppen und Reis- und Nudelgerichte in allen Variationen: Veggie, mit Chicken, Beef oder Seafood. Doch nach mehr als einem Monat sehen alle Gerichte irgendwie gleich aus: Morgens, Mittags und Abends. Und ich kann wirklich keinen Reis und keine Nudeln mehr sehen …

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Wir Deutschen sind aber auch selber Schuld. Wir haben wirklich komische Essgewohnheiten. Ich vermisse zum Beispiel am meisten ein leckeres Frühstück mit frischem Brot und Käse. Die Thais starten mit Reisgerichten in den Tag. Sie bemühen sich auch die Touristen zufrieden zu stellen, allerdings gibt es nur weißes Toastbrot mit Marmelade. Jeden Morgen ist das eintönig und macht überhaupt nicht satt.

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Tatsächlich sind Asiaten Meister des Nachtisches: Hier ist so gut wie alles süß oder gefüllt mit etwas Süßem. Einmal dachte ich einen normalen Vollkorn-Bagel gefunden zu haben. Als ich allerdings voller Vorfreude rein gebissen habe, hatte ich schon wieder den Geschmack einer süßen Creme im Mund.

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Mit dieser Gewohnheit, morgens und abends Brot zu essen, stehen wir Deutschen ziemlich allein da. Schon ganz in der Nähe, in Frankreich oder Italien, ist das anders. Auch dort wird süß gegessen. Punkt 1 auf meiner To-Do-Liste wenn ich wieder zurück in Deutschland bin steht also schon: Brunchen gehen! 😉

Was nicht süß ist, ist in Asien frittiert: Der Reis, die Nudeln, das Gemüse, die Süßkartoffeln und sogar frittiertes Eis habe ich gesehen. Wahnsinn! Ich frage mich immer wie die Einheimischen so dünn sein können bei dem Süßkram, den sie täglich essen!? In Thailand gibt es ganze Läden, in denen es kein einziges frisches Produkt gibt. Nur in Plastik eingeschweißte Süßigkeiten. Das sind dann auch die Snacks, die ich auf langen Busfahrten dabei habe.

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Jeder Reisende kommt früher oder später auf die Idee unbedingt etwas westliches Essen zu wollen. Don’t do that!! 😉 Manchmal kann man Glück haben und die Einheimischen zaubern eine wirklich gute Steinofenpizza aus dem Ärmel. Meistens endet es aber wie hier: Und man bekommt einen Burger mit rotem Fleisch, gefärbt mit Lebensmittelfarbe. Hat lecker geschmeckt aber irgendwie isst das Auge ja auch mit. 😉

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Für mich ist die asiatische Küche nach sechs Wochen dir größte Herausforderung am Reisen. Denn ich merke wie meine Kraft durch die völlig neue Ernährung schwindet.

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Ich will das Essen hier aber nicht allzu schlecht schreiben: Das viele Obst, die Shakes, die wirklich nach Früchten schmecken, die frisch zubereiteten Mahlzeiten an den Streetfood-Ständen: Das alles is(s)t schon sehr lecker und eine tolle Erfahrung für den Magen. Auch wenn ich mich sehr darauf freue, Neuseeland und Australien langsam aber sicher näher zu kommen. 😉

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