Reisealltag: Was tun, wenn man krank wird

Meine Erkältung ist weg, aber die Ohren wollen noch nicht wieder so richtig mitmachen. Seit ich aus den Cameron Highlands wieder bei Normal Null angekommen bin, ist mein rechtes Ohr taub. Es kann den Druck nicht ausgleichen, ständig fühlt es sich an wie beim Fliegen oder Tauchen.

Also blieb mir nichts anderes übrig: Ich musste einen Arzt finden. Das ist eine dieser Situationen, die ich im Ausland am Liebsten vermieden hätte. Und weil ich Angst davor hatte, dass irgendwelche halbnackten Medizinmänner mit Trommeln um mich herumtanzen würden, hat Steph mich begleitet. Eine Koblenzerin, die im Moment mit mir reist. 😉

Arzt im Ausland 1

Einen Arzt zu finden ist gar nicht so einfach, denn ich bin gerade auf einer Halbinsel. Am Festland wären viele Kliniken gewesen, so weit wollte ich im besten Fall aber nicht fahren. Die Mitarbeiter in meinem Hostel kannten ein „St. Irgendwas Hospital, dass hier gleich um die Ecke sein muss“ … Mit dieser Information kam ich aber nicht sehr weit. Als Deutsche führte mich mein nächster Gang in die Apotheke, denn die Leute dort sind immer gut ausgebildet und wissen alles. In Deutschland … Hier in Malaysia allerdings nicht.

Die Apothekerin hat kein Englisch gesprochen, allerdings das Wort „doctor“ verstanden. Daraufhin lief sie raus auf die Straße und zeigte mir die Richtung zur „Klinik England“, diesen Name wiederholte sie immer wieder.

Ärzte in Asien 2

Und tatsächlich: Direkt um die Ecke fand ich kurze Zeit später die Klinik, die von außen nicht gerade einladend aussah. Auch drinnen dachte ich als erstes: Hoffentlich brauche ich keine Spritze …

Ärzte in Asien 3

Der Arzt war dann aber total lieb und Gott sei Dank auch der englischen Sprache mächtig. Er hat sich viel Zeit für mich genommen und bestätigt, was ich mir schon gedacht habe: Middle ear infection!

Ich habe Antibiotika bekommen und hoffe, sie helfen schnell. Denn eigentlich wollte ich in zwei Tagen bereits wieder in einen Flieger steigen. Und das ist mit entzündeten Ohren nicht so angenehm.

Ärzte in Asien 5

Übrigens: Wurde euch auch beigebracht, ihr sollt bei Druck im Ohr die Nase zu halten und gleichzeitig durch die Nase ausatmen um Gegendruck zu erzeugen? Der malaysische Arzt sagte mir, das sei gar nicht gut. Es bewirkt genau das Gegenteil: Die Blockierung wird dadurch weiter ins Ohr hinein geschoben.

Wieder was gelernt. 😉

2 Kommentare

  1. Bettina
    19. Oktober 2016 / 20:29

    Dieses seltsame „Nase zuhalten und Luft dagegendrücken“ war mir schon immer skeptisch… ich hoffe, Dir geht’s besser BVB hat gestern gewonnen übrigens ? Spätestens jetzt dürfte es Dir besser gehen, wa? ?

    • Julia Meyer
      Autor
      20. Oktober 2016 / 17:25

      😉 Die Zeitverschiebung macht mir leider immer einen Strich durch die Rechnung, aber ich freu mich beim Aufstehen dafür umso mehr!

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