“Arrive Alive” – Autofahren in Südafrika

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Autofahren in Südafrika ist nichts für schwache Nerven. Nicht nur der Linksverkehr ist für uns Deutsche ungewohnt, die Afrikaner haben auch ihre ganz eigenen Verkehrsregeln:

Tempolimit

In Südafrika gibt es kein generelles Tempolimit. Wie schnell ihr fahren dürft wird euch jeweils auf Schildern angezeigt. Maximum ist aber oft 120 km/h. Es gibt tatsächlich auch Sinn sich daran zu halten, denn: Ihr fahrt meistens durch Natur (-schutzgebiete). Das heißt es können jederzeit Tiere auf die Straße laufen. Und die haben in Afrika immer Vorfahrt 🙂

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Speed Bumps

Diese fiesen Hubbel oder Kerben in den Straßen sollen Raser bremsen. Diese Methode funktioniert auch sehr gut – denn wenn ihr dort zu schnell rüber fahrt, macht ihr euch schnell euer Auto kaputt 🙂 Be careful!

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Stoppschilder

Afrikaner lieben Stopschilder! Und nehmen es damit (meistens) auch sehr genau. Selbst auf Schnellstraßen stehen manchmal plötzlich Stopschilder. Die Regel hier: Wer zuerst zum Stehen kommt, darf auch als Erster wieder los fahren. Funktioniert komischerweise super!

Ampeln

Ampeln gibt es grundsätzlich auch, ob man auf grün wartet bevor man los fährt ist aber von Region zu Region unterschiedlich. Grundsätzlich gilt: Sichert euch lieber noch mal ab! Eine grüne Ampel heißt noch lange nicht, dass ihr auch freie Bahn habt 🙂

Die Straßen in Afrika

Der Zustand der Straßen in Afrika von Region zu Region unterschiedlich. Im vergleichbar reicheren Südafrika zum Beispiel sind die Straßen ziemlich gut ausgebaut – aber kaum beleuchtet. Es wird dort früh dunkel und viele Einheimische haben nur einen funktionstüchtigen Scheinwerfer an ihren Autos (oder gar keinen). Sie fahren dann mit Warnblinker. Passt also vor allem im Dunkeln auf, denn oft stehen Autos unbeleuchtet am Straßenrand oder es warten dort Menschen auf den Minibus.

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In ärmeren Ländern Afrikas, wie zum Beispiel Swasiland, können auch mal eher holprige Schotterwege auf euch warten. Die fahrt ihr am besten nur mit Allradantrieb – ich bin dort auch mit einem kleinen Toyota ohne Allrad durch gekommen, das kostet euch aber viel Zeit und vor allem Nerven. In manchen Regionen wie z.B. auf dem Sani-Pass an der Grenze zu Lesotho ist Allrad sogar Pflicht.

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Schlaglöcher in Afrika

“Potholes” sind auf Afrikas Straßen leider keine Seltenheit. Sie tauchen ganz plötzlich vor euch auf und sind sehr schwer einzuschätzen. Oft sind sie tiefer oder breiter als gedacht. Auf den Straßen, auf denen vor Potholes gewarnt wird, solltet ihr also ganz besonders vorsichtig und am besten nicht im Dunkeln fahren.

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Überholen in Afrika

Damit schnellere Autos überholen können, fahren langsame Fahrzeuge oft sehr weit links – auch wenn es nur eine Spur gibt. Wenn ihr das langsamere Auto vor euch überholen konntet, drückt ihr kurz den Warnblinker, um euch zu bedanken. Das gehört vor allem in Südafrika zum höflichen Ton auf den Straßen 🙂

Polizeikontrollen in Afrika

In Afrika wird kaum geblitzt, auch wenn es Schilder gibt, die vor Blitzern warnen. Die Strafen, die wie bei uns in Deutschland nachträglich per Post kommen, würde in Afrika nämlich sowieso keiner bezahlen 🙂 Das heißt aber nicht, dass in Afrika jeder auf der Straße machen kann, was er will. Im Gegenteil: Ganz oft zieht die Polizei ganz gezielt Autofahrer in dem Moment aus dem Verkehr, in dem sie etwas falsch gemacht haben. Zu schnell fahren, überholen bei durchgezogener Linie oder nicht ganz zum Stehen kommen an einem Stoppschild – alles wird direkt geahndet. Für letzteres wurde ich auch angehalten (ups). Meistens ist so ein Vergehen mit einer kleinen Geldstrafe erledigt.

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Tanken in Afrika

Tanken in Afrika ist ein absoluter Traum: Ihr fahrt einfach nur an die Zapfsäule und sagt, was ihr wollt. Und den Rest erledigen die netten Mitarbeiter – inkl. einer gratis Scheibenwäsche. Über Trinkgeld freuen sich die Jungs aber auch.

Ihr habt noch Fragen zum Autofahren in Südafrika?

Dann schreibt mir hier gerne eine Nachricht oder hinterlasst mir einen Kommentar unter diesem Artikel. Ich gebe euch meine schrägen Erfahrungen gerne weiter 🙂 Viel Spaß auf eurem Roadtrip durch Südafrika!

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