Hallo Kuala Lumpur

Ich bin erkältet … kein Wunder: Die letzten Tage waren emotional und körperlich ziemlich anstrengend. Nachdem ich festgestellt hatte, dass meine Schwester und ich unsere Reisepässe vertauscht hatten, bin ich innerhalb von 24 Stunden 650 km aus dem Süden Thailands nach Bangkok gereist, und kurz darauf 1500 km in die andere Richtung nach Malaysia.

Und ich habe mich noch immer nicht an den ständigen Wechsel zwischen 34 Grad Außentemperatur und den eisig herunter gekühlten Flughäfen und öffentlichen Verkehrsmitteln gewöhnt.

Kuala Lumpur 2

Im Bett gelegen wird trotzdem nicht, dafür ist die Stadt vielzu einmalig: Ich liebe Kuala Lumpur. Die Stadt ist groß aber trotzdem übersichtlich. Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum und sind gemütlich zu Fuß erreichbar. Und wenn nicht gibt es kostenlose Busse, die bestimmte Routen abfahren. Ein toller Service, nicht nur für Touristen. Auch Einheimische fahren damit. Aber Obacht: In den Bussen fühlt man sich wie in einer Kühltruhe: Einen Pulli dabei zu haben ist Pflicht – was ich natürlich nicht hatte. Das führte dazu, dass mich ein Einheimischer lachend fragte: „Naaa? Kalt?“

Ja, zefix!! Es war arschkalt!!

Kuala Lumpur 6

Wie fast jede Großstadt gibt es in Kuala Lumpur die Stadtteile „Little India“ und „Chinatown“. Dort habe ich mich an meinem ersten Tag aufgehalten: Zugegeben nur wegen des Essens! 😉 Denn nach mehr als einem Monat in Thailand kann ich keinen Reis mehr sehen, geschweige denn essen. Ich wurde schon am Flughafen in Kuala Lumpur komisch angeguckt, weil ich mit meinem Backpack auf dem Rücken einen Freudentanz aufgeführt habe, als ich den ersten Supermarkt mit frischem Obst und Gemüse entdeckt habe. Endlich! 😉

Kuala Lumpur 3

Malaysia ist sehr multikulturell. Das merkt man vor allem am deutlich besseren Englisch der Einheimischen aber auch am Essen: Neben den typisch malaiischen Spezialitäten gibt es hier indische, chinesische und gute westliche Küche.

In Kuala Lumpur habe ich Samura wieder getroffen. Ich hatte sie zwar in Bangkok kennengelernt, aber sie lebt und arbeitet in Kuala Lumpur. Samura hat mich zu einem typisch malaiischen Essen eingeladen: In einem Streetfood-Restaurant. Man sitzt dort auf Plastikstühlen an Tischen und isst zwischen den Hochhäusern. Ein super Erlebnis! Die Suppe hatte ich als “ bloß nicht scharf “ bestellt, sie wurde als „nicht scharf“ serviert und war „extrem scharf“! Na gut, ich bin auch extrem empfindlich … 😉 Ich habe trotzdem alles aufgegessen: Es war wahnsinnig lecker und gut gegen meine Erkältung!

Kuala Lumpur 4

Samura hat mir übrigens mein Handtuch mitgebracht, dass ich in unserem Hostel in Bangkok liegen gelassen hatte. Ich glaube mit meinem Pass, diesem Handtuch und einem Oberteil, das mir eine andere Freundin hinterher getragen hat, habe ich jetzt wieder alles beisammen. 😉

Patrick, der Inhaber meines Hostels in Kuala Lumpur, hat uns alle abends in eine Rooftop-Bar eingeladen. Solche Erlebnisse sind nicht planbar und nicht selbstverständlich. Aber wahnsinnig toll! Wer sagt schon nein bei freien Drinks und einem Pool auf dem Dach? 😉

Kuala Lumpur 5

Zum Sightseeing Pflichtprogramm in Kuala Lumpur gehörten natürlich auch die Petronas Twin-Towers. Ich bin um 18 Uhr dort gewesen, und habe mich nach den obligatorischen zwanzig Selfies auf den Boden gesetzt und das Treiben beobachtet, bis es dunkel war. In dem etwas gehobeneren Viertel mischen sich Neureiche, coole Jugendliche, Touristen und Jogger. Dabei kann man schon mal die Zeit vergessen. 😉 Mach das auch mal: Nach den Touri-Fotos nicht direkt weiterziehen, sondern einfach mal sitzen bleiben und die Stimmung aufsaugen. Es lohnt sich!

Kuala Lumpur 5

Damit ist diese Großstadt auch schon wieder abgearbeitet: Nächster Halt sind die Cameron Highlands! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.