Reisealltag: Meine Ehe mit Mr. Highway

Das musste ja früher oder später passieren: Die kleine Jules mitten in der Nacht mit ihrem großen Backpack umgeben von Polizisten!

Was war denn da los?? Würde Rentner Raab jetzt fragen … Paul war los 😉

Highway1

Ich bin von Kambodscha zurück nach Bangkok in Thailand gefahren. Im Bus habe ich Paul aus England kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und mit Gesprächen und Fotos die übertrieben lange Fahrt zusammen durchgestanden. Die Busse können diese Strecke wegen des Grenzüberganges nur tagsüber fahren.

Highway 2

Wir kamen allerdings erst nach zwölf (!) Stunden und damit deutlich später als 22 Uhr in Bangkok an, sodass ich nicht mehr in mein Hostel einchecken konnte. Denn es gab an der berühmten Grenze mal wieder Probleme und ich durfte nun auch den ersten Unfall auf Thailands Straßen und den daraus resultierenden Stau erleben.

Endlich angekommen in Bangkok setzte uns der Bus nicht wie geplant am Busbahnhof ab, sondern mitten in der Innenstadt. Zur Freude der vielen Tuk-Tuk-Fahrer, die sich wie hungrige Haie auf uns gestrandeten Touristen stürzten.

Highway 3

Da ich kurz vor Mitternacht aber eh kein Hostel mehr hatte und netterweise sowieso bis in die Kneipenmeile chauffiert wurde, änderte ich meinen Plan A einfach in Plan B(ier): Ab in die Rooftop-Bar, etwas die Beine vertreten und Billiard spielen! 😉

Highway 4

Ein paar Biere später wollten Paul und ich uns dann doch mal auf die Suche nach einem Schlafplatz machen. Ein Hostel in der Nähe hatte noch Betten frei, also wurden die Rucksäcke aufgeschnürt und der Fußmarsch ging los. Paul hatte Internet und navigierte uns durch die Dunkelheit …

Plötzlich hielten zwei Polizisten auf ihren Rollern an und fragten uns, was wir hier mitten in der Nacht zu suchen haben. Paul antwortete in seinem leicht lallenden, britischen Akzent: „Wir gehen zu unserem Hostel, das ist in dieser Straße da“ und zeigte in die Richtung in die wir liefen. Der Polizist lachte und meinte: „Nein, sicher nicht. Ihr lauft gerade den Highway hoch.“

Highway 5

Sein Kollege stand währenddessen zwei Meter abseits und hatte schon damit angefangen Fotos von dieser skurrilen Situation zu machen. Mit unserem typischen Smartphone-Blick nach unten waren wir tatsächlich dem GPS Signal bis auf den Highway gefolgt …

Zum Abschied gab’s noch die richtige Wegbeschreibung von unseren Freunden und Helfern und ein Gruppenselfie fürs Familienalbum.

Highway 6

Der Mitarbeiter im Hostel lachte sich wenige Minuten später beim Check-In so dermaßen kaputt, dass er uns als „Mr. & Mrs. Highway“ aufgenommen hat! 😉

Am nächsten morgen endete die kurze Scheinehe von „Mr. & Mrs. Highway“ allerdings schon wieder und wir reisten in verschiedene Richtungen weiter.

Highway 7

Buchungen verpassen, Pläne ändern, Begegnungen genießen und sich wieder verabschieden … Ich bin so langsam im Reisemodus angekommen 😉

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